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Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: Juli 2026 · Steuer One

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für die Nutzung der digitalen Plattform Steuer One sowie für damit verbundene Verträge mit der Cefuya UG (haftungsbeschränkt). Ergänzend gelten die Datenschutzerklärung, die Widerrufsbelehrung, das Impressum sowie – soweit vereinbart – der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV).

§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner

(1) Anbieter und Vertragspartner ist die Cefuya UG (haftungsbeschränkt), Cefuya UG (haftungsbeschränkt), Waitzstraße 3, 10629 Berlin, Deutschland(nachfolgend „Anbieter“). Kontakt: info@steuerone.de.

(2) Diese AGB gelten gegenüber Unternehmern im Sinne von § 14 BGB (insbesondere Steuerkanzleien und deren Mitarbeitende) sowie – soweit ein Vertrag mit Verbrauchern (§ 13 BGB) zustande kommt – auch gegenüber Verbrauchern. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich schriftlich oder in Textform zustimmt.

(3) Maßgeblich ist die bei Vertragsschluss bzw. bei Nutzung der Plattform jeweils aktuelle Fassung dieser AGB (Stand: Juli 2026).

§ 2 Leistungsgegenstand

(1) Steuer One ist eine cloudbasierte Softwareplattform zur Unterstützung von Buchhaltungs- und Kanzleiprozessen. Der Anbieter stellt dem Kunden die vereinbarten Funktionen als Software-as-a-Service (SaaS) über das Internet zur Verfügung.

(2) Der Leistungsumfang kann insbesondere umfassen:

  • Bereitstellung von Zugängen für Kanzlei- und, soweit freigeschaltet, Mandanten-Nutzer
  • Erfassung, Speicherung und Verwaltung von Belegen und Buchhaltungsunterlagen
  • Unterstützung bei Zuordnung, Kontierung, Banking-Abgleich und Export (z. B. DATEV-nahe Formate)
  • Technische Automatisierungs- und Analysefunktionen, soweit freigeschaltet
  • Betrieb, Wartung, Updates, Support und Sicherheitsmaßnahmen der Plattform

(3) Nicht Gegenstand der Plattformleistungen sind insbesondere steuerliche Beratung, Erstellung von Steuererklärungen, Jahresabschlüssen oder Rechtsberatung. Solche Leistungen erbringen ausschließlich dazu befugte Personen (z. B. Steuerberater) in eigener Verantwortung.

(4) Soweit der Anbieter zusätzlich oder gesondert laufende Buchhaltungsdienstleistungen nach Maßgabe des Steuerberatungsgesetzes erbringt, gelten hierfür die individuell vereinbarten Leistungsbeschreibungen und Vergütungsregelungen; die Plattform-AGB gelten ergänzend, soweit nichts Abweichendes vereinbart ist.

§ 3 Vertragsschluss, Registrierung und Zugang

(1) Der Vertrag kommt durch Angebot und Annahme zustande, insbesondere durch Freischaltung eines Zugangs, Annahme eines Angebots oder sonstige ausdrückliche Vereinbarung.

(2) Für die Nutzung der Plattform ist ein Nutzerkonto erforderlich. Zugangsdaten sind vertraulich zu behandeln und dürfen nicht an Unbefugte weitergegeben werden. Der Kunde hat den Anbieter unverzüglich über missbräuchliche Nutzung zu informieren.

(3) Der Kunde stellt sicher, dass die von ihm angegebenen Stammdaten (insbesondere Name, E-Mail, Rechnungsanschrift) vollständig und richtig sind und aktuell gehalten werden.

§ 4 Pflichten des Kunden

(1) Der Kunde ist verpflichtet:

  • die Plattform nur im Rahmen der geltenden Gesetze und dieser AGB zu nutzen
  • keine Schadsoftware hochzuladen und keine Angriffe auf die Systeme des Anbieters vorzunehmen
  • Rechte Dritter (insbesondere Datenschutz, Berufsgeheimnis, Urheberrecht) zu wahren
  • erforderliche Unterlagen und Informationen vollständig, richtig und rechtzeitig bereitzustellen
  • eigene Sicherungen der von ihm benötigten Daten in angemessenem Umfang vorzunehmen

(2) Bei Nutzung durch eine Steuerkanzlei bleibt die Kanzlei Verantwortliche im Sinne der DSGVO für Mandantendaten. Der Anbieter handelt insoweit als Auftragsverarbeiter nach Maßgabe des AVV.

(3) Der Anbieter haftet nicht für Fehler oder Schäden, die auf unvollständige, verspätete oder fehlerhafte Angaben bzw. Uploads des Kunden zurückzuführen sind.

§ 5 Verfügbarkeit und Änderungen

(1) Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst hohe Verfügbarkeit der Plattform. Wartungsfenster, Sicherheitsupdates und Störungen können die Nutzung vorübergehend einschränken. Soweit möglich, werden geplante Wartungen angekündigt.

(2) Der Anbieter darf die Plattform weiterentwickeln und Funktionen anpassen, sofern der Kernnutzungsvertrag nicht unzumutbar beeinträchtigt wird. Wesentliche Einschränkungen des vereinbarten Leistungsumfangs werden dem Kunden mitgeteilt.

§ 6 Vergütung und Zahlung

(1) Die Vergütung richtet sich nach dem individuell vereinbarten Angebot, Tarif oder Vertrag. Preise verstehen sich – sofern nicht anders ausgewiesen – zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer.

(2) Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Zugangang ohne Abzug zur Zahlung fällig, sofern nichts anderes vereinbart ist. Bei Zahlungsverzug kann der Anbieter gesetzliche Verzugszinsen verlangen und den Zugang nach vorheriger Mahnung vorübergehend sperren.

(3) Ein Aufrechnungs- oder Zurückbehaltungsrecht steht dem Kunden nur zu, soweit seine Forderung unbestritten oder rechtskräftig festgestellt ist.

§ 7 Vertragslaufzeit und Kündigung

(1) Laufzeit und Kündigungsfristen ergeben sich aus dem individuellen Vertrag bzw. Tarif. Fehlt eine Regelung, gilt bei unbefristeten Verträgen eine Kündigungsfrist von vier Wochen zum Monatsende.

(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor bei erheblichen Pflichtverletzungen, Missbrauch der Plattform oder Zahlungsverzug trotz Mahnung.

(3) Nach Vertragsende kann der Anbieter den Zugang sperren. Zur Herausgabe bzw. Löschung von Daten gelten § 11 sowie gesetzliche Aufbewahrungspflichten und – soweit einschlägig – der AVV.

§ 8 Widerrufsrecht für Verbraucher

Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht zu, soweit die Voraussetzungen der §§ 312g, 355 BGB vorliegen. Einzelheiten ergeben sich aus der Widerrufsbelehrung. Gegenüber Unternehmern besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht.

§ 9 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.

(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) und begrenzt auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden.

(3) Die Haftung für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn und Datenverlust ist – außer in den Fällen von Absatz 1 – ausgeschlossen, soweit der Kunde seinen Mitwirkungs- und Sicherungspflichten nicht nachgekommen ist.

(4) Eine Haftung für steuerliche oder rechtliche Nachteile, die aus der Nutzung der Plattform oder aus Entscheidungen des Kunden bzw. seiner Berater resultieren, ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.

§ 10 Datenschutz und Vertraulichkeit

(1) Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt nach Maßgabe der Datenschutzerklärung und – bei Auftragsverarbeitung – des AVV sowie der TOM.

(2) Die Parteien verpflichten sich zur vertraulichen Behandlung aller im Rahmen der Zusammenarbeit bekannt gewordenen nicht öffentlich bekannten Informationen, insbesondere berufsrechtlich geschützter Mandantendaten.

Support und technische Hinweise: info@steuerone.de.

§ 11 Kontolöschung und Aufbewahrung

(1) Nutzer können die Löschung ihres Nutzerkontos gemäß der Anleitung zur Kontolöschung beantragen. Gelöscht bzw. anonymisiert werden insbesondere Zugangs- und Profildaten des Nutzerkontos.

(2) Mandantenbezogene Belege, Buchungs- und Vertragsdaten sowie sonstige gesetzlich aufbewahrungspflichtige Unterlagen werden nicht automatisch mitgelöscht, soweit Art. 17 Abs. 3 lit. b DSGVO und deutsche Aufbewahrungspflichten (u. a. HGB § 257, AO § 147) entgegenstehen.

§ 12 Geistiges Eigentum

Alle Rechte an der Plattform Steuer One (Software, Marken, Designs, Dokumentation) verbleiben beim Anbieter bzw. seinen Lizenzgebern. Der Kunde erhält ein einfaches, nicht übertragbares, nicht ausschließliches Nutzungsrecht für die Vertragslaufzeit im vereinbarten Umfang. Ein Reverse Engineering ist nur zulässig, soweit gesetzlich zwingend erlaubt.

§ 13 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand – soweit gesetzlich zulässig – Berlin.

(3) Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt die gesetzlich zulässige Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.

(4) Änderungen dieser AGB werden dem Kunden in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von sechs Wochen nach Zugang, gelten die geänderten AGB als angenommen, sofern der Anbieter in der Mitteilung auf diese Folge hingewiesen hat. Bei Widerspruch kann der Anbieter den Vertrag ordentlich kündigen.

Ergänzende Rechtstexte

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